Über 97 Prozent der insgesamt rund
1,4 Milliarden Kubikkilometer Wasser auf der Erde sind für den Menschen
ungenießbares Meerwasser. Von den restlichen knapp 3 Prozent Süßwasser
ist das meiste fest gebunden, im Eis der Pole und Gletscher. Der frei
nutzbare Süßwasseranteil am gesamten Wasservorrat der Erde beträgt 0,3
Prozent. Ein größeres Problem als die Quantität stellt die
Wasserqualität dar. Durch vermehrten Eintrag von Nitraten, Phosphaten,
Pflanzenschutzmittel und anderen chemischen Stoffen ins Wasser wird die
Aufbereitung immer schwieriger und kostspieliger.
Regenwassernutzung ist aus zwei Gründen sinnvoll:
1.
Jeder verbrauchte Liter Regenwasser spart einen Liter Trinkwasser und
ihr Geld2. Durch Regenwassernutzung können Abwasseranlagen und
Regenrückhaltebecken kleiner dimmensioniert werden.
Ein Zitat
der Europäischen Wassercharta unterstreicht dies: "Die Vorräte an gutem
Wasser sind nicht unerschöpflich. Deshalb wird es immer dringender, sie
zu erhalten, sparsam zu bewirtschaften und, wo immer möglich, zu
vermehren." Der private Wasserbedarf hat sich in den letzten 30
Jahren um 50 % erhöht. Erst seit den 90er Jahren geht der tägliche
private Wasserverbrauch (Bevölkerung und Kleingewerbe) wieder etwas
zurück. Er lag in Deutschland pro Person 1994 bei ca. 135 Liter, 1995
bei 132 Liter.
46 l Toilettenspülung 43 l Baden/Duschen 17 l Waschmaschine 10 l Putzen/Autowaschen 9 l Geschirrspülern 9 l Körperpflege 5 l Garten gießen
Davon können 40-60% durch konsequente Regenwassernutzung eingespart werden!
Nach
einer Greenpeace-Studie, die auf der Berliner Klimakonferenz
vorgestellt wurde, nahmen in Deutschland die Regenfälle zwischen 1931
und 1988 insgesamt um 26 % zu - ein weiterer Grund für die
Regenwassernutzung.
Verwendungszwecke
1.) Gartengießen
Regenwasser ist weiches, d.h. kalkfreies Wasser und schon daher zum Gießen dem Trinkwasser vorzuziehen.
-optimales Medium für Pflanzen, um Mineralien aufzunehmen
2.) Toilettenspülung
kein Urinstein im WC, Trinkwasser Einsparung
3.)
WaschmaschineNach Untersuchungen aus Bremen und Hamburg gibt es keine
hygienischen Bedenken gegen den Einsatz von Regenwasser zum
Wäschewaschen. Das weiche Wasser spart zusätzlich Waschmittel sowie
Enthärter und verbessert insbesondere bei härteempfindlichen
Seifenwaschmitteln den Waschvorgang und verlängert die Lebensdauer der
Waschmaschine ( kein verkalken ).4.) Putzen
Autowaschen, komplette Hausreinigung, Fensterputzen, keine Kalkflecken durch kalkfreies Regenwasser
Die
Kombination von Regenwassernutzung mit Versickerung ergibt ein
ökologisch optimales Konzept, da hier die Regenrückhaltung konsequent
unterstützt wird. Hier sehen Sie am Beispiel einer Hausanlage die
Komponenten einer Regenwassernutzungsanlage.
Hinweise zur Dimensionierung der Zisterne
Als
Faustformel ergibt sich je nach Niederschlagsgebiet ca. 1 m³ pro 25-40
m² Dachfläche. Eine Kurzberechnung finden Sie hier. Gewarnt sei vor zu
großen Speichern: da diese zu selten überlaufen, kann dadurch die
Schwimmschicht nicht abgeschwemmt werden, in der Folge fault das Wasser
und muß dann verworfen werden. Im übrigen zeigt die Praxis, daß auch
mit einem knapp dimmensionierten Speicher noch verblüffend hoher
wirtschaftlicher Nutzen erzielbar ist.
Aspekte zum Thema Hygiene
Bei
sachgemäßer Installation der Regenwassernutzungsanlage bestehen keine
hygienischen Bedenken gegen den Einsatz von Regenwasser in der
Haustechnik.
Dies haben Erfahrungsberichte und wissenschaftliche
Untersuchungen bestätigt wie z.B.eine Langzeitstudie des staatlichen
Hygieneinstituts Bremen in Bezug auf die Nutzung von Regenwasser zum
Wäschewaschen dokumentiert. Laut Ergebnis konnten keine signifikanten
Unterscheide zwischen der Wäsche, die mit Trinkwasser und der, die mit
Regenwasser gewaschen wurde, festgelegt werden. Darüber hinaus ist
keine Beeinträchtigung der Waschwirkung zu erkennen.
Finanzielle Einsparung
Die Verminderung des Trinkwassergebrauches führt zu direkter Einsparung beim Wasserbezug.
Dieser
Anreiz wird vielerorts ergänzt durch Zuschüsse der Kommunen, durch
Verzicht auf zusätzliche Abwassergebühr, etc. Durch Verwendung des sehr
weichen Regenwassers in der Waschmaschine kann auf Enthärter verzichtet
werden. Die Dosierung der Waschmittel ist somit geringer und spart
ebenfalls Kosten. Die Folge ist eine bessere Abwasserqualität zugunsten
von Kläranlagen und Gewässern. Die positiven ökologischen Auswirkungen
bringen indirekt auch finanzielle Entlastungen für die öffentlichen
Haushalte.
Durch ständig steigende Wasserpreise ist es heute schon sinnvoll, sich für eine Regenwassernutzungsanlage zu entscheiden.
Ohne Wasser - kein Leben!
Fördermöglichkeiten
Leider
ist es hier nicht möglich für das gesamte Bundesgebiet eine Aussage zu
treffen. Die Förderrichtlinien sind leider nicht bundeseinheitlich
geregelt. Fragen Sie bitte bei ihrem zuständigen Bauamt nach. Wir setzen ausschliesslich Komponenten der Firma INTEWA ein. Für mehr Informationen klicken Sie hier.